Europa: So haben unsere Partnerstädte gewählt

Logo des Europäischen Parlaments (Foto: EU-Parlament)

Die Ergebnisse der neunten Wahl zum Europäischen Parlament zwischen dem 23. und 26. Mai 2019 in den Friedrichsdorfer Partnerstädten unterscheiden sich teils recht deutlich von den jeweiligen Landesergebnissen. Unsere Redaktion hat die bislang noch jeweils vorläufigen Resultate an dieser Stelle für Sie kurz zusammengefasst.

Bad Wimsbach-Neydharting: Starke ÖVP

In der österreichischen Partnergemeinde Bad Wimsbach-Neydharting entfielen 44,8 Prozent der Stimmen auf die Österreichische Volkspartei (ÖVP) von Ex-Kanzler Sebastian Kurz – deutlich mehr als in der landesweiten Betrachtung, bei der die ÖVP nur 34,6 Prozent erzielte. Die sozialdemokratische SPÖ erhielt 21,4 Prozent (landesweit 23,9) der Stimmen, die FPÖ 17,5 (17,2) und die Grünen 9 (14,1) Prozent.  

Die Wahlbeteiligung in von 59,7 Prozent in Bad Wimsbach-Neydharting unterschied sich praktisch nicht von der in Gesamt-Österreich von 59,8 Prozent.

Chesham: Liberaldemokraten knapp vor Brexit-Partei

In Chiltern, also dem Landkreis, der außer Chesham noch einige andere Gemeinden umfasst, gewannen die Liberaldemokraten mit 31,9 Prozent knapp vor der Brexit-Partei mit 30 Prozent der Stimmen. Die konservativen Tories kamen auf 12,8 Prozent und landeten damit sogar noch hinter den britischen Grünen mit 13,4 Prozent. Labour blieb weit abgeschlagen bei 4,4 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 48,2 Prozent.

Landesweit dagegen dreht sich das Bild um: Die Brexit-Partei (31,6 Prozent) verweist die Liberaldemokraten mit 20,3 Prozent deutlich auf den zweiten Platz. Labour rettet Rang drei mit 14,1 Prozent, vor den Grünen mit 12,1 Prozent. Die regierenden Konservativen rutschen ab auf 9,1 Prozent.

Dabei verteilt sich ein Großteil der erheblichen Verluste bei Labour und Tories auf die Brexit-Partei und die Liberaldemokraten, in geringerem Umfang auch auf die Grünen. Die UK Independence Party (UKIP), 2014 noch stärkste Partei im Vereinigten Königreich, rangiert jetzt nur noch unter ferner liefen.

Übrigens: 55 Prozent der Wähler in Chesham und der Nachbargemeinde Amersham stimmten beim Brexit-Referendum am 23. Juni 2016 dafür, in der EU zu bleiben – bei einer Wahlbeteiligung von 77 Prozent.

Houilles: Sieg für „En Marche“

Das vorläufige amtliche Wahlergebnis in Houilles unterscheidet sich ebenfalls deutlich von dem in ganz Frankreich. Auch die Wahlbeteiligung lag mit 53,70 Prozent etwas höher als der Landesdurchschnitt von 50,12 Prozent.

In der französischen Partnerstadt vereinte Präsident Macrons Bewegung „En Marche“ mit 29,7 Prozent die meisten Stimmen auf sich. Die französischen Grünen („Europe Ecologie“) erreichten 20 Prozent. Für das „Rassemblement National“ (bis 2018 „Front National“) von Marine Le Pen reichte es mit 12,2 Prozent zu Platz drei.

Dagegen lag das Rassemblement National im Landesdurchschnitt mit 23,3 Prozent an der Spitze, knapp dahinter „En Marche“ mit 22,4 Prozent. Die Grünen kamen mit 13,5 Prozent auf Platz drei.

Eine Antwort zu “Europa: So haben unsere Partnerstädte gewählt

  1. Klaus Bernhard

    Danke, das war wirklich interessant.

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