Jugendbuchautor Ahmed Kalouaz liest in der Philipp-Reis-Schule / Schülerpreis des Institut francais Deutschland

Roman „La Maraude“ von Ahmed Kalouaz (Foto: Institut francais)

Am Dienstag, 6. November 2018 wird der französische Jugendbuchautor Ahmed Kalouaz in der Aula der Philipp-Reis-Schule (PRS) aus seinem Roman „La Maraude“ (Frz. für Landstreicherei, Marodieren, Anm. d. Red.) vorlesen. Die Veranstaltung ist Teil des vom Institut francais Deutschland jährlich vergebenen Schülerpreises. Die Lesung beginnt um 14 Uhr und dauert etwa eineinhalb Stunden. Außer Schülern der PRS sind auch Gruppen anderer Schulen zu Gast. Gleichzeitig lädt Französischlehrerin Svenja Plüntsch interessierte Mitglieder des Städtepartnerschaftsvereins Friedrichsdorf zu der Lesung ein. Sie bittet um kurze vorherige Anmeldung per E-Mail unter spluentsch (aet) philipp-reis-schule.de.

Der Roman erzählt die verzweifelte Suche des jungen Théo nach seinem Vater und lässt dabei auch Obdachlose zu Wort kommen – Menschen, die in Großstädten unterzugehen drohen.

Svenja Plüntsch (Foto: Privat)

An dem „Prix des lycéens allemands“ nehmen in diesem Jahr 17 PRS-Schüler des Französischkurses der Jahrgangsstufe 11 von Svenja Plüntsch teil. Bei der 2004 ins Leben gerufenen Initiative des Institut francais in Zusammenarbeit mit dem Klett-Schulbuchverlag lesen die deutschen Schüler als Juroren jeweils vier nominierte Bücher französischer Autoren und bewerten diese. In ganz Deutschland kommt es dabei zu Begegnungen der Jugendlichen mit den Autoren, man debattiert in französischer Sprache nicht nur über die Bücher, sondern auch über den Schriftstellerberuf und Schreibtechniken. Von den Schul- über Landesjurys und schließlich eine Bundesjury entscheiden sich die Schüler schließlich für ein Lieblingsbuch, dessen Autor dann den mit 5.000 Euro dotierten Preis erhält.

Kalouaz ist mit „La Maraude“ bereits zum zweiten Mal nominiert worden. 2011/2012 nahm er mit dem Buch „La première fois on pardonne“ teil. In diesem Jahr wurden außerdem nominiert „Dans la forêt de Hokkaido“ von Éric Pessan, „Un détective très très très spécial“ von Romain Puértolas sowie „Une fille de… “ der Schriftstellerin Jo Witek.

Zum Inhalt von „La Maraude“

Ahmed Kalouaz (Foto: Editions du Rouergue)

Théos Vater ist seit zwei Wochen spurlos verschwunden. Zuhause geht alles drunter und drüber, seit der gelernte Maurer arbeitslos ist und keinen Job mehr findet. Plötzlich ruft  ein Freund der Familie an und behauptet, ihn in der nahe gelegenen Stadt Grenoble gesehen zu haben. Er treibe sich mit einem Rucksack am Bahnhof herum und tue so, als würde er ihn nicht wiedererkennen.

So schnappt sich eines Morgens auch der Teenager seinen Rucksack und macht sich auf die Suche nach seinem Vater – ohne der Mutter Bescheid zu geben. Drei Tage lang durchkämmt Théo sämtliche Plätze und Parks, wo Obdachlose sich aufhalten und ihre Lager aufschlagen. Abends geht er zum Kirchplatz, wo Mitarbeiter des Roten Kreuzes die Bedürftigen versorgen. Was hat dazu geführt, dass diese Menschen – Männer und Frauen jeden Alters und jeder Herkunft – auf der Straße leben?

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