525 Jahre Markterhebung Bad Wimsbach • Jubiläumsfeier in der Partnerstadt

525 Jahre Markterhebung Bad Wimsbach, SPV

Feiern in der Bad Wimsbacher Turnhalle: Norbert Schneider vom Friedrichsdorfer Partnerschaftsverein, Ingrid Huemer, Johann Strasser, Sonja Raab (im Bad Wimsbacher Gemeinderat zuständig für die Städtepartnerschaft mit Seulberg), Ditta Schneider, Gemeindevorstand Norbert Fischer (von links, Foto: Alfred Haslinger)

Während sich Seulberg fit macht für die Feier zum 1.250. Geburtstag im kommenden Jahr, feierte die österreichische Partnerstadt Bad Wimsbach-Neydharting dieser Tage das Jubiläum 525 Jahre Markterhebung. Norbert Schneider, stellvertretender Vorsitzender des Friedrichsdorfer Städtepartnerschaftsvereins, und Frau Ditta waren als Ehrengäste mit dabei.

Am 24. Januar 1491, so resümierte der Wimsbacher Historiker Dr. Thiemo Gaisbauer im bis auf den letzten Platz gefüllten Turnsaal, habe die landesfürstliche Schreibstube auf Geheiß des Kaisers eine Urkunde für Burgbesitzer Lamprecht Aspan von Haag ausgestellt. Mit dieser Urkunde, die ihm und seinem Dorf „Widemspach“ die lang erbetenen Freiheiten und Sonderprivilegien bringt, wird Wimsbach Markt. Jedoch gab der Haager zunächst nur die eigentlichen Marktrechte an die Bürger weiter, die Gerichtsbarkeit sowie die Verwaltung behielt er für sich. Erst 1618 erhielt der Ort das volle Marktrecht und das bedeutet, das Bad Wimsbach in zwei Jahren schon wieder feiern darf. Dann nämlich jährt sich das Marktrecht zum 400. Mal.

Süße Erinnerungstaler zum Jubiläum (Foto: Alfred Haslinger)

Süße Erinnerungstaler zum Jubiläum (Foto: Alfred Haslinger)

Die eigentliche Marktgemeinde, die Bad Wimsbach heute ist, entstand dann noch ein wenig später, im Jahr 1875. Damals fusionierten die drei sogenannten Katastralgemeinden ( Der Begriff bezeichnet den Geltungsbereich eines Grundkatasters, Anm. d. Red.) Wimsbach, Bachloh und Neydharting. Zu dieser Zeit zählte der Ort 2.200 Einwohner. Und wer nachrechnet, weiß schon jetzt, dass Bad Wimsbach 2025 wieder feiern wird: In neun Jahren wird die Marktgemeinde Bad Wimsbach-Neydharting 150 Jahre alt.

„Heute“, stellte Bürgermeister Erwin Stürzlinger fest, „sind es 2.490 Einwohner in 6 Katastralgemeinden und 13 Ortschaften.“ 80 Unternehmen sind in Bad Wimsbach angesiedelt, dennoch ist die Gemeinde nach wie vor landwirtschaftlich geprägt. 66 aktive Landwirte bewirtschaften 180 Hektar Grünland und 1.200 Hektar Ackerland. Doch die Zahl kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass – ebenso wie in Seulberg geschehen – die Landwirtschaft schrumpft. Vor 30 Jahren gab es in Bad Wimsbach noch an die 200 Bauernhöfe.

Zum Abschluss spielte das Kastenhuber-Quartett die Landeshymne "Hoamatland“.

Zum Abschluss spielte das Kastenhuber-Quartett die Landeshymne „Hoamatland“. (Foto: Alfred Haslinger)

Zu den aktuellen Herausforderungen, die die nach hiesigen Maßstäben kleine, aber moderne Gemeinde in den kommenden Jahren stemmen will, gehören weitere Räume für die Volksschule, der Umbau des alten Schulgebäudes zu Wohnungen, die Baulandentwicklung, weitere Unternehmensansiedlungen und schnelles Internet.

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