Bad Wimsbach: Hackenschmiede nach Renovierung wieder in Betrieb

Schmied Knud Englbrecht (vorn) kann wieder mit dem wasserbetriebenen Hammer arbeiten, seit die neue Grindl eingebaut wurde (Foto: Markus Trommelschläger)

Der 15. Juni 2012 war ein besonderer Tag für das  Freilichtmuseum  Hackenschmiede in der österreichischen Marktgemeinde Bad Wimsbach-Neydharting. Nach  monatelangen  Renovierungsarbeiten  wurde die  neue  „Grindl“ – so wird die Antriebswelle  für  die verwendeten Schwanzhämmer genannt –  samt  Wasserrad  eingeweiht. Ohne die Erneuerung dieser beiden Teile hätte die Schmiede vor dem Aus gestanden.

Die Bad Wimsbacher Landjugend richtete das Fest mit einem Gottesdienst, Musik und Schmiedevorführungen aus. Der Erlös ging an den Kulturverein, der seit 1968 Eigentümer des Freilichtmuseums ist. Inzwischen üben neben Kustos Knud Englbrecht acht weitere Schmiede das traditionelle Handwerk  aus, unter anderem auch Gemeindevertreter Norbert Fischer.

Montage des neuen Grindl in der Bad Wimsbacher Hackenschmiede (Foto: Markus Trommelschläger)

Die  Wimsbacher Hackenschmiede gilt als eine der ältesten voll  funktionsfähigen Schmieden in Europa. Eine erste Erwähnung datiert bis auf 1604 zurück. Regelmäßig werden Schmiedevorführungen gemacht, um das Freilichtmuseum erlebbar zu machen.

Nähere Informationen  über die Hackenschmiede gibt es bei Knud Englbrecht (Tel. +43 664 3229068; E-Mail: hackenschmiede-museum (at) gmx.at)

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